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Versbuch

An Francisca de Warens

Frank Wedekind · 18641918

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1905

Gestern dacht’ ich eines Kusses,Wie ihn deine Mutter gab;In Erinn’rung des GenussesLeckt’ ich mir die Lippen ab.

Ach das war so warm, so saftig,Daß, ich weiß nicht, wie’s geschah,Plötzlich ich sie ganz leibhaftigWieder bei mir sitzen sah;

Lauschte, wie sie sang und lachte,Manch’ bedeutungsvolles Wort;Aber als ich dein gedachte,War sie plötzlich wieder fort.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die vier Jahreszeiten, 1. Auflage, Albert Langen, Verlag für Litteratur und Kunst, München, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „An Francisca de Warens“, Fassung 2.791.090 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Frank Wedekind starb 1918; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1988 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118629867 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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