So schlagen wir die Grillen todt
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben · 1798–1874
27 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1887
3. So schlagen wir die Grillen todt.
So schlagen wir die Grillen todtMit einem kühlen Weine,So lachen wir uns feuerrothUnd stehn auf einem Beine;Und klatschen aus die feine WeltBei ihrem großen Gut und Geld,Wir drehn uns um und springen,Juchhe! und singen:Wer da will beim Fasching sein,Der setze sich frischHier hinter den Tisch,Und stimme mit einRecht artig und fein!
Bleibt ihr auf eurem stillen SitzDa hinterm Ofen hocken,Ihr habt ja weder Scherz noch Witz,Seid viel zu ernst und trocken –Wir haben unsern Schatz im Arm,Die Liebe macht uns reich und warm,Sie lehrt die Gläser klingen,Uns aber singen:Wer da will beim Fasching sein,Der setze sich frischHier hinter den Tisch,Und stimme mit einRecht artig und fein!
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte. S. 284–285, 9. Auflage, G. Grothe, Berlin, 1887
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „So schlagen wir die Grillen todt“, Fassung 327.396 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- August Heinrich Hoffmann von Fallersleben starb 1874; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1944 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118552589 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.