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Versbuch

Es ist kein schöner Leben

Alfred Henschke · 18901928

30 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1916

Es ist kein schöner Leben,Als Musketier zu sein.Sein teures Blut hingebenUms Vaterland alleinFür zweiundzwanzig Pfennige ...

Wir schmeißen unsere BeineWohl im Parademarsch.Der Hauptmann heißt uns Schweine,Der Leutenant ist weniger barschFür zweiundzwanzig Pfennige ...

Wenn nicht die Madeln wärenIn Küche und in Haus,Die unsern Rock verehren,Wie hielten wir es aus?Für zweiundzwanzig Pfennige ..!

Sie aber stehn des AbendsUm acht vor der Kasern,Und Wurst und Schinken habens,Die ißt ein Musketier so gernFür zweiundzwanzig Pfennige ...

Doch sind die beiden JahreVergangen und zu End:Schorschl ade und Kare,Und Mari, nicht geflennt!Für zweiundzwanzig Pfennige ...

Ich bin gelernter Schuster,Such mir mein Unterhalt.Und hab ich ihn gefunden,Juchhe! dann ist die Hochzeit baldFür zweiundzwanzig Pfennige ...

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Dragoner und Husaren. Die Soldatenlieder von Klabund. S. 39-40, 5. Tausend, Georg Müller, München, 1916
Digitalisat
de.wikisource.org — „Es ist kein schöner Leben“, Fassung 644.018 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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