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Versbuch

Es fiel ein Stern

Alfred Henschke · 18901928

18 Zeilen in 9 Strophen · zuerst gedruckt 1916

Ein Soldat voll Mut und KraftHat sich ein Mädchen angeschafft.

Er geht mit ihr so ganz alleinDes Nachts im goldnen Sternenschein.

Er küßt den süßen Nelkenmund,Er streichelt ihre Wangen rund.

„O Liebster, was ich gesehen hab!Es fiel ein Stern vom Himmel ab!“

„Und fällt ein Stern vom Himmel hoch,Ich liebe dich nur heißer noch ...“

„Es fiel der Stern grad in dein Herz,Das macht mir bitter Schmerz und Schmerz ...“

Am Morgen zog er in die Schlacht.Sie haben ihn tot zurückgebracht.

Es floß das Blut aus seiner BrustWie Gold so gelb aus seiner Brust.

Auf seinem Grabe leuchtend stehtVon Sternenblumen gelb ein Beet.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Dragoner und Husaren. Die Soldatenlieder von Klabund. S. 25, 5. Tausend, Georg Müller, München, 1916
Digitalisat
de.wikisource.org — „Es fiel ein Stern“, Fassung 644.016 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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