Es gibt wohl auf der Welt
Alfred Henschke · 1890–1928
24 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1916
Es gibt wohl auf der WeltNichts weiter wie Soldaten.Sie sind zum Kampf bestelltDer großen Potentaten.Und Wein fließt aus den Reben:Brüder, schenkt ein!Soldaten müssen leben,Soldaten müssen sein.
Wenn die Granate kracht,Wir liegen in den SchanzenBei Tag und auch bei Nacht,Und leer ist unser Ranzen.Wann wird es Friede geben?Im Tod allein ...Soldaten müssen leben,Soldaten müssen sein ...
O Mädchen, sei mir gut!Ich treibe aus dem Hafen.Bei manchem jungen Blut,Da hab ich schon geschlafen.Sollt ich nach Treue streben?Der Taler hier ist dein.Soldaten müssen leben!Soldaten müssen sein!
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Dragoner und Husaren. Die Soldatenlieder von Klabund. S. 5, 5. Tausend, Georg Müller, München, 1916
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Es gibt wohl auf der Welt“, Fassung 644.017 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.
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