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Versbuch

Hinaus!

Theodor Fontane · 18191898

15 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1851

Ich bin es satt auf Polstern mich zu dehnen,Es ekelt mich dies weibergleiche Thun,Ich möcht im Kampf anspannen alle Sehnen,Mich müd und matt an die Lafette lehnen,Und käm der Schlaf auf bloßer Erde ruhn.

Ich möcht hinaus! umbrüllt von Sturm und WetternMöcht ich zu Schiff auf hohem Meere sein;Vom Blitz umflammt möcht ich den Mast erklettern,Und wenn die Wellen unser Schiff zerschmettern,Ein kühner Schwimmer um das Leben frein.

Ich möcht hinaus! mag schleudern mich die ReiseWohin sie will, mir gilt es gleich fürwahr;Heraus nur endlich aus dem alten Gleise,Das Leben steigt mit der Gefahr im Preise, –Auf denn, hinaus! zu Thaten und Gefahr.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 30–31, 1. Auflage, Carl Reimarus’ Verlag. W. Ernst., Berlin, 1851
Digitalisat
de.wikisource.org — „Hinaus!“, Fassung 3.027.946 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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