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Versbuch

Die Stuarts

Theodor Fontane · 18191898

21 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1905

(Puritaner-Lied.)

„Sie dünken nach Gnad’ und göttlichem RechtSich dieses Landes Erben,Und sind doch ein verloren GeschlechtUnd müssen alle sterben.

„Sie machten von je den sündigen LeibZum Herrscher ihrer Seelen, –Ihre Ahnfrau war das Babelweib,Von dem die Bücher erzählen.

„Sie mußten zweimal das SchaffottMit ihrem Blute färben,Doch unversöhnt ist unser Gott:Sie müssen alle sterben.

„Sie konnten errichten Jehovah’s Thron,Sie sind zu schwach befunden,Nun klopfen an Thür und Thore schonIhres Hauses letzte Stunden.

„Es kommt ein Wetter, es braust ein Strom,Die Lüge muß verderben, – –Die Stuarts stehen all zu RomUnd müssen alle sterben.“

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 179, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Stuarts“, Fassung 1.669.715 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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