Das Roseninnere
Rainer Maria Rilke · 1875–1926
18 Zeilen · zuerst gedruckt 1918
Wo ist zu diesem Innenein Außen? Auf welches Wehlegt man solches Linnen?Welche Himmel spiegeln sich drinnenin dem Binnenseedieser offenen Rosen,dieser sorglosen, sieh:wie sie lose im Losenliegen, als könnte nieeine zitternde Hand sie verschütten.Sie können sich selber kaumhalten; viele ließensich überfüllen und fließenüber von Innenraumin die Tage, die immervoller und voller sich schließen,bis der ganze Sommer ein Zimmerwird, ein Zimmer in einem Traum.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Der neuen Gedichte anderer Teil, S. 93, Insel-Verlag, Leipzig, 1918
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Das Roseninnere“, Fassung 2.550.629 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.
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