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Versbuch

An die Günstigen

Johann Wolfgang von Goethe · 17491832

12 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1800

Dichter lieben nicht zu schweigen,Wollen sich der Menge zeigen.Lob und Tadel muß ja seyn!Niemand beichtet gern in Prosa;Doch vertraun wir oft sub RosaIn der Musen stillem Hain.

Was ich irrte, was ich strebte,Was ich litt und was ich lebte,Sind hier Blumen nur im Strauß;Und das Alter wie die Jugend,Und der Fehler wie die TugendNimmt sich gut in Liedern aus.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Göthe’s neue Schriften. 1792-1800. 8° 7 Bände. Bd. 7. S. 3, Johann Friedrich Unger, Berlin, 1800
Digitalisat
de.wikisource.org — „An die Günstigen“, Fassung 3.779.904 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Johann Wolfgang von Goethe starb 1832; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1902 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118540238 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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