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Versbuch

Wenn es unversehns ganz finster wird

Joachim Ringelnatz · 18831934

15 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1932

Wenn es unversehns ganz finster wird — —Wenn sich Fliegen vor dem Tod erbosen,Summend — gegen feuchte Stirnen stoßen — —

Wenn ein Fensterblümchen sein Köpfchen versteckt —Wenn ein Zündholzblinken dich erschreckt — —

Was bei Licht du übersehenHast, will es nun vor dir stehen?

Willst du Lachen gegen LachenHeucheln? Hohle Witze machen?Daß du vorm Gewissen fliehst,Öffentlich,Lachenden Gesichts??

Hüte dich!Weißt du, was du morgen siehst? — —Vielleicht nur und für immer: nichts.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte dreier Jahre Seite 121, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1932
Digitalisat
de.wikisource.org — „Wenn es unversehns ganz finster wird“, Fassung 3.026.948 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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