Wäsche
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
16 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1928
Wäsche ist von des Menschen UmäußerungDas Innerste, also das Feinste,Und sollte immer das ReinsteSein, wie im Menschen selber die Seele.
Was immer ihr fehle,Die Sauberkeit fehle ihr nie.Und schön und schöner, wenn außerdem sieNoch Wohlgeschmack, einen freien GeistUnd das Verständnis für neueste ZeitUnd für die Gesetze der EwigkeitBeweist. –
Wie doch die innersten Blättchen der BlütenDie innigsten sind. –Wäsche sollst du wie dein GewissenUnd wie dein KindPeinlich pflegen und zärtlich behüten.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Allerdings, S. 151, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1928
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Wäsche“, Fassung 3.026.722 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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