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Versbuch

Malerstunde

Joachim Ringelnatz · 18831934

14 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1932

Mich juckt's,Doch ich kann mich nicht jucken,Weil meine Finger voll Farbe sind.

Dabei habe ich den Schlucken.Wenn ich den Pinsel — — Hupp schluckt's.

In meinem FliegenspindSummt eine Fliege grollend,Eingesperrt, hinauswollend.Keine Fliege lebt von Worcester-Sauce.

Ach, Hunger tut weh.Aber er schont die HoseUnd macht sie locker.

Ha! Jetzt habe ich eine Idee!Weh! Aber keinen Lichten Ocker.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte dreier Jahre Seite 75, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1932
Digitalisat
de.wikisource.org — „Malerstunde“, Fassung 3.026.892 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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