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Versbuch

An einen Geschäftsfreund

Joachim Ringelnatz · 18831934

17 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1929

Schlage nicht Freundschaften in den Wind,Die by and by ersprießlich,Außerdem aufrichtig sind!

Was siegt denn schließlich?Organischer Erwerb.

Eilgier führt zum Verderb.Jedwedes Experiment,Das Werte überspringen willOder Werte verkennt,Entschläft mindestens auffällig still.

Boheme ist ein kurzes BequemMit langem Schwanz Reue.

Wer Anstand und TreueAufgibt oder unterbricht,Scheißt sich selber ins Gesicht.

Kurz, ich rufe dir herzlich zu:„Du?! – Du?!“

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Flugzeuggedanken, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1929
Digitalisat
de.wikisource.org — „An einen Geschäftsfreund“, Fassung 3.779.879 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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