An Gabriele B.
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
10 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1935
Schenk mir dein Herz für vierzehn Tage,Du weit ausschreitendes Giraffenkind,Auf daß ich ehrlich und wie in den WindDir Gutes und Verliebtes sage.
Als ich dich sah, du lange Gabriele,Hat mich ein Loch in deinem Strumpf gerührt,Und ohne daß du’s weißt, hat meine SeeleDurch dieses Loch sich bei dir eingeführt.Verjag sie nicht und sage: „Ja!“Es war so schön, als ich dich sah.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Der Nachlaß von Joachim Ringelnatz, S. 39, Ernst Rowohlt, Berlin, 1935
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „An Gabriele B.“, Fassung 1.095.842 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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