Waldesrauschen
Heinrich Kämpchen · 1847–1912
16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1909
In deinem heiligen Rauschen,Du lieber, deutscher Wald,Will ich der Stimme lauschen,Die aus den Wipfeln schallt.
Sie hebt mit ihrem KlingenMich hoch vom Erdenwust,Und gibt zum LiedersingenMir neue Schaffenslust.
Und wenn es dröhnt und grolletAus deinem grünen Meer,Und wenn die Windsbraut tolletIn dem Geäst umher,
Und wenn es kracht im Grimme,Und wieder schmeichelnd hallt,Es ist der Gottheit Stimme,Die aus den Wipfeln schallt. –
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Was die Ruhr mir sang, S. 63, Hansmann & Co., Bochum, 1909
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Waldesrauschen (Kämpchen)“, Fassung 1.228.509 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.
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