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Versbuch

Hälfte des Lebens

Friedrich Hölderlin · 17701843

14 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1805

Mit gelben Birnen hängetUnd voll mit wilden RosenDas Land in den See,Ihr holden Schwäne,Und trunken von KüssenTunkt ihr das HauptIns heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm ich, wennEs Winter ist, die Blumen, und woDen Sonnenschein,Und Schatten der Erde?Die Mauern stehnSprachlos und kalt, im WindeKlirren die Fahnen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Taschenbuch für das Jahr 1805. Der Liebe und Freundschaft gewidmet. Seite 85, 1. Auflage, Friedrich Wilmans, Frankfurt am Mayn, 1805
Digitalisat
de.wikisource.org — „Hälfte des Lebens“, Fassung 4.951.842 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Friedrich Hölderlin starb 1843; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1913 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118551981 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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