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Versbuch

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Franz Grillparzer · 17911872

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1872

Mädchen, willst du mir gehören,So sprich ja, und schlag’ nur ein!Kann nicht seufzen, kann nicht schwören,Willst du! – Gut! – Wenn nicht, – mag’s sein!

Gold hab’ ich nicht aufzuweisen,Aber Lieder zahlen auch;Will dich loben, will dich preisen,Wie’s bei Dichtern heit’rer Brauch.

Doch gefällt’s dir, einst zu brechen,Thu’s mit Maß, und hüte dich!Lied, das schmeichelt, kann auch stechen,Dich verletzest du, nicht mich.

Dichters Gram ist bald verschlafen,Seine Kunst ist todesreich,Und die Lieder, die dich strafen,Trösten heilend ihn zugleich.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte von Grillparzer. S. 7, Stuttgart, Verlag der J. G. Cotta’schen Buchhandlung., 1872
Digitalisat
de.wikisource.org — „Werbung (Grillparzer)“, Fassung 3.780.570 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Franz Grillparzer starb 1872; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1942 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118542192 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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