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Versbuch

Die Hystrix

Christian Morgenstern · 18711914

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1981

Das hinterindische Stachelschwein(hystrix grotei Gray),das hinterindische Stachelschweinaus Siam, das tut weh.

Entdeckst du wo im Walde draußbei Siam seine Spur,dann tritt es manchmal, sagt man, ausden Schranken der Natur.

Dann gibt sein Zorn ihm so Gewalt,daß, eh du dich versiehst,es seine Stacheln jung und altauf deinen Leib verschießt.

Von oben bis hinab sodannstehst du gespickt am Baum,ein heiliger Sebastian,und traust den Augen kaum.

Die Hystrix aber geht hinweg,an Leib und Seele wüst.Sie sitzt im Dschungel im Versteckund büßt.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Alle Galgenlieder. S. 74-75, Diogenes, Zürich, 1981
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Hystrix“, Fassung 3.780.011 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Christian Morgenstern starb 1914; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1984 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 11881169X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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