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Versbuch

An die Sternen

Andreas Gryphius · 16161664

14 Zeilen · zuerst gedruckt 1658

IHr Lichter / die ich nicht auff Erden satt kan schauen /Ihr Fackeln / die ihr stets das weite FirmamentMit euren Flammen ziert / vnd ohn auffhören brennt;Ihr Blumen / die jhr schmückt deß grossen Himmels Auen:Ihr Wächter / die als Gott die Welt auff-wolte-bauen;Sein Wort die Weißheit selbst mit rechten Namen nenntDie Gott allein recht misst / die Gott allein recht kennt(Wir blinden sterblichen! was wollen wir vns trauen!)Ihr Bürgen meiner Lust / wie manche schöne NachtHab ich / in dem ich euch betrachtete gewacht?Regierer unser Zeit / wenn wird es doch geschehen /Daß ich / der euer nicht alhier vergessen kan /Euch / derer Liebe mir steckt Hertz und Geister anVon andern Sorgen frey werd unter mir besehen?

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Freuden vnd Trauer-Spiele auch Oden vnd Sonnette sampt Herr Peter Squentz Schimpff-Spiel. Sonnette. Das Erste Buch. S. 19, Johann Lischke, Breßlau, 1658
Digitalisat
de.wikisource.org — „An die Sternen“, Fassung 4.419.154 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Andreas Gryphius starb 1664; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1734 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118543032 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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