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Versbuch

Pubertät

Alfred Henschke · 18901928

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1913

Durch die Gassen jeden AbendSchweife ich, und nach der Jause;Niemals noch erreicht es habend,Ziehe wedelnd ich nach Hause.

Für die fleischlichen GelüsteSuch’ ein passendes Objekt ich.Hübsches Antlitz, pralle Brüste –Aphrodite, ach, versteckt sich!

Jeden Abend, o wie gräßlich,Sind sie immer überschminkter,Immer häßlicher als häßlich.Mein Verstand, die Hände ringt er.

In der Zeitung morgen steheJedes Mädchenherz bewegend:Netter Jüngling sucht zwecks EheJungfrau, wenn auch unvermögend.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Morgenrot! Klabund! Die Tage dämmern!, S. 62, Erich Reiß Verlag, Berlin, 1913
Digitalisat
de.wikisource.org — „Pubertät“, Fassung 1.103.751 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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