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Versbuch

Mir ist im Leben

Alfred Henschke · 18901928

24 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1916

Mir ist im LebenViel Schmerz gegeben,Mein blondes Mädchen liebt mich nicht.Sie liebt ein andern,Sie liebt ein andern,Der ihr die bunten Kränze flicht.

Er schenkt ihr KleiderUnd Blumen – leider,Ein Musketier hat nicht kein Geld.Vom Kaiser täglichAls Lohn er kläglichZweinzwanzig Pfenninge erhält.

Das reicht für BrotUnd Schmalz zur Not,Für Bier und Liebe reicht das nicht.Drum als GefreiterBraucht eine Maid er,Von der er Wurst und Schinken kriegt.

Warum alleineLieb ich so eine,Die wo in einem Warenhaus?Wenn ihr StudenteMein Herzleid kennte,Er lachte meine Liebe aus.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Dragoner und Husaren. Die Soldatenlieder von Klabund. S. 29, 5. Tausend, Georg Müller, München, 1916
Digitalisat
de.wikisource.org — „Mir ist im Leben“, Fassung 644.087 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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