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Versbuch

Landsknechtslied

Alfred Henschke · 18901928

24 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1916

Maria himmeloben,Maria herzeninn,Du hast uns hoch erhobenZum Dienst nach deinem Sinn.Du siehst auf uns hernieder,Wir sind dir wie der SaumAm goldgestickten MiederUnd wie ein Vogeltraum.

Was wär aus Gott geworden,Wenn er nicht auch im BettGezeugt und allerortenDie gute Mutter hätt?Und Frauenlippen küßtenDen Jüngling. Büßt es denn!Gott ward gesäugt an Brüsten,Den allersüßesten.

Es wurde Gott geboren,Um Kind und Sohn zu sein.Den Heiden selbst und MohrenErglänzt sein milder Schein.Wir sind des Teufels Futter,Der Fraß des Höllenhunds.Maria, Gottes Mutter,Maria, bitt für uns!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Dragoner und Husaren. Die Soldatenlieder von Klabund. S. 46, 5. Tausend, Georg Müller, München, 1916
Digitalisat
de.wikisource.org — „Landsknechtslied“, Fassung 644.060 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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