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Versbuch

Liebeslied

Alfred Henschke · 18901928

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1927

Hui über drei OktavenGlissando unsre Lust.Laß mich noch einmal schlafenan deiner Brust.

Fern schleicht der Morgen sachte,kein Hahn, kein Köter kläfft.Du brauchst doch erst um achteins Geschäft.

Laß die Matratze knarren!Nach hinten schläft der Wirt.Wie deine Augen starren!Dein Atem girrt!

Um deine Stirn der Morgenflicht einen bleichen Kranz.Du ruhst in ihm geborgenals eine Heilige und Jungfrau ganz.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die Harfenjule S. 14, 1. Auflage, Die Schmiede, Berlin, 1927
Digitalisat
de.wikisource.org — „Liebeslied (Klabund)“, Fassung 3.779.452 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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