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Versbuch

Dem Freunde!

Ada Christen · 18441901

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1870

Mir ist so weh! ein thränenloses Weinen,Es will mir fast die Brust zersprengen,Schau’ ich die Schmerzen, die gleich gift’gem ThaueDir Lebensmuth und Kraft versengen.

Was weiß die Welt von Deinen tiefen Leiden,Die bitter durch Dein Lachen klingen,Sie kennet nimmermehr des Halbbefreiten,Des stolzen Geistes wirres Ringen!

Doch mir ist weh! ein thränenloses WeinenHebt mir die Brust, in Deinem HerzenDa schaue ich die Kämpfe gleich den meinen,Da fühl’ ich Schmerz von meinen Schmerzen!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Aus der Asche. Neue Gedichte. Seite 29, Hoffmann & Campe, Hamburg, 1870
Digitalisat
de.wikisource.org — „Dem Freunde!“, Fassung 4.427.926 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Ada Christen starb 1901; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1971 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 119549263 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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