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Versbuch

Daheim

Ada Christen · 18441901

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1870

In Deinem düstern Zimmer steh’ ich wieder,Vom Fenster hauchen schwül die Blumendüfte,Die Sterne schauen groß und ruhig niederUnd müde Töne zittern durch die Lüfte.

Ach! tiefe Wehmuth folgt dem Lied dem langen,Ich fühle klar, was einstens ich nicht kannte,Als schweigend hier mit demuthsvollem BangenIch harrte Dein – der mich in’s Leben sandte.

Mich dünket, wieder müßt’ ich Dich gewahrenAn diesem Ort, wo Du so viel verschuldet,Als bräche heiß hervor nach dürren JahrenIn Thränen hier – was draußen ich erduldet.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Aus der Asche. Neue Gedichte. Seite 4, Hoffmann & Campe, Hamburg, 1870
Digitalisat
de.wikisource.org — „Daheim (Ada Christen)“, Fassung 4.427.754 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Ada Christen starb 1901; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1971 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 119549263 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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