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Versbuch

Spatz und Schwalben

Wilhelm Busch · 18321908

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt [1960]

Es grünte allenthalben.Der Frühling wurde wach.Bald flogen auch die SchwalbenHell zwitschernd um das Dach.

Sie sangen unermüdlichUnd bauten außerdemAm Giebel rund und niedlichIhr Nest aus feuchtem Lehm.

Und als sie eine WocheSich redlich abgequält,Hat nur am EingangslocheEin Stückchen noch gefehlt.

Da nahm der Spatz, der Schlingel,Die Wohnung in Besitz.Jetzt hängt ein StrohgeklüngelHervor aus ihrem Schlitz.

Nicht schön ist dies GebahrenUnd wenig ehrenwertVon einem, der seit JahrenMit Menschen viel verkehrt.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Zu guter Letzt. In: Historisch-kritische Gesamtausgabe in vier Bänden. Band 4, S. 326-327, Vollmer, Wiesbaden u. Berlin, [1960]
Digitalisat
de.wikisource.org — „Spatz und Schwalben“, Fassung 3.779.902 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Wilhelm Busch starb 1908; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1978 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118517880 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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