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Versbuch

Ein Adelshaus

Rainer Maria Rilke · 18751926

8 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1955

Das Adelshaus mit seiner breiten Rampe:wie schön will mir sein grauer Glast erscheinen.Der Gangsteig mit den schlechten Pflastersteinenund dort, am Eck, die trübe, fette Lampe.

Auf einer Fensterbrüstung nickt ein Tauber,als wollt er durch den Stoff des Vorhangs gucken;und Schwalben wohnen in des Torgangs Lucken:das nenn ich Stimmung, ja, das nenn ich – Zauber.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Larenopfer. In: Sämtliche Werke, Band I, S. 10., Insel-Verlag, Frankfurt am Main, 1955
Digitalisat
de.wikisource.org — „Ein Adelshaus“, Fassung 3.779.688 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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