Ein Anderes
Rainer Maria Rilke · 1875–1926
13 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1955
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Naht der Sohn mit schwerem Schrittseinem Vater. Schwer die Zunge…»Wirklich, was, ein Bräutchen, Junge?!Vorwärts, nur herein damit!«
Und da steht zum ersten Maljetzt das Mädchen rot und stille;und der Vater putzt die Brille:»Teufel! Gut war deine Wahl!«
Und er streckt die Arme aus,und das Bräutchen nimmt verlegenseinen Kuß und seinen Segen…Davon weiß das alte Haus.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Larenopfer. In: Sämtliche Werke, Band I, S. 15-16., Insel-Verlag, Frankfurt am Main, 1955
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Ein Anderes“, Fassung 3.780.140 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.
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