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Versbuch

Der Marmor-Karren

Rainer Maria Rilke · 18751926

15 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1907

PARIS

Auf Pferde, sieben ziehende, verteiltverwandelt Niebewegtes sich in Schritte;denn was hochmütig in des Marmors Mittean Alter, Widerstand und All verweilt

das zeigt sich unter Menschen. Siehe, nichtunkenntlich, unter irgend einem Namen,nein: wie der Held das Drängen in den Dramenerst sichtbar macht und plötzlich unterbricht:

so kommt es durch den stauenden Verlaufdes Tages, kommt in seinem ganzen Staate,als ob ein großer Triumphator nahte

langsam zuletzt; und langsam vor ihm herGefangene, von seiner Schwere schwer.Und naht noch immer und hält alles auf.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte, S. 69, 1. Auflage, Insel-Verlag, Leipzig, 1907
Digitalisat
de.wikisource.org — „Der Marmor-Karren“, Fassung 3.780.295 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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