Zum Inhalt springen
Versbuch

Das unschuldige Mädchen

Matthias Claudius · 17401815

10 Zeilen · zuerst gedruckt 1774

Meine Mutter sagt mir:„Deine Lippen gab dirZum Sprechen, Tochter, die Natur,Und zum Sprechen brauch sie nur.“Warum sind sie roht?O, ich könnte ja auch mit weissen Lippen sprechen,Und warum gebotMeine Mutter: nur zum Sprechen?Wer zeigt mir armen Mädchen an,Was mein Mund mehr als sprechen kann?

Quelle und Rechte

Textgrundlage
ASMUS omnia sua SECUM portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen, Erster und zweyter Theil. S. 91–92, 1. Auflage, beim Verfasser, Wandsbeck, 1774
Digitalisat
de.wikisource.org — „Das unschuldige Mädchen“, Fassung 3.082.232 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Matthias Claudius starb 1815; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1885 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118521098 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Matthias Claudius

Alle Gedichte von Matthias Claudius ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Aufklärung

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.