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Versbuch

Die Freuden

Johann Wolfgang von Goethe · 17491832

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1827

Die Freude.

Es flattert um die QuelleDie wechselnde Libelle,Mich freut sie lange schon;Bald dunkel und bald helle,Wie der Chamäleon,Bald roth, bald blau,Bald blau, bald grün;O daß ich in der NäheDoch ihre Farben sähe!

Sie schwirrt und schwebet, rastet nie!Doch still, sie setzt sich an die Weiden.Da hab' ich sie! Da hab' ich sie!Und nun betracht' ich sie genau,Und seh' ein traurig dunkles Blau —

So geht es dir, Zergliedrer deiner Freuden!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Goethe's Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand., J. G. Cotta'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart und Tübingen, 1827
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Freuden“, Fassung 3.506.102 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Johann Wolfgang von Goethe starb 1832; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1902 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118540238 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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