Errare humanum est
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
14 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1912
Quitschfidel, mit roter Nase,Seh ich Kunze gehn.Warum bleibt er plötzlich mitten auf der StrasseStehn?
Warum runzelt er die Brauen?Warum mag er so entsetzlichSchmerzlich himmelaufwärts schauen?Warum wird er plötzlichBlass?Oh, nun weiss ich was – – –Er erblickt mich, winkt. – Fatal!„Servus, armer Kunze! – eilt! – ein andermal!“
Kalte, falsche, rücksichtsloseFreunde hat die Unterhose.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Die Schnupftabaksdose. Stumpfsinn in Versen und Bildern von Hans Bötticher und Richard Seewald (1889-1976). S. 44, 1. Auflage, R. Piper & Co., München, 1912
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Errare humanum est“, Fassung 3.780.672 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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