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Versbuch

Die Nymphe des Mains und der Wandrer

Friederike Brun · 17651835

10 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1795

Der Wandrer.

Schöne Nymphe des Mains mit den langen wallenden Locken,Sag’, o Liebliche, wem eilet entgegen dein Fuss?Sage, wem schmücktest du dich mit dem Blüthen duftenden Kranze,Und wem füllte dies Horn sich mit winkender Frucht?

Die Nymphe.

Meinem Geliebten entgegen, des Gotthards mächtigem Sohne,Wall’ ich, bräutlich geschmückt, bringend der Ebene Frucht.Liebend führet er mich in Bacchus purpurne Lauben,Tränkt mit der Fülle mich dort herzerquickenden Weins.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 6–7, Orell, Gessner, Füssli & Comp., Zürich, 1795
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Nymphe des Mains und der Wandrer“, Fassung 3.542.129 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Friederike Brun starb 1835; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1905 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118516051 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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