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Versbuch

Zu spät

Emanuel Geibel · 18151894

13 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1897

Schwalben kehren im Lenz zurück,Gras und Blumen erstehen,Aber, das du versäumt, das GlückWeckt kein mailiches Wehen.

Als die Liebe vorüberfuhr,Nicht umfingst du die rasche;Heute suchst du und findest nurStatt der Gluten die Asche.

Fremd heut wendet sich ab, der einstDein gedachte mit Sehnen,Und du wandelst allein und weinstNie versiegende Thränen.

Emanuel Geibel.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Emanuel Geibel. Sänger der Liebe, Herold des Reiches: Ein deutsches Dichterleben. S. 220a, Wigand, Leipzig, 1897
Digitalisat
de.wikisource.org — „Zu spät (Emanuel Geibel)“, Fassung 3.581.225 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Emanuel Geibel starb 1894; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1964 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 11853811X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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