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Versbuch

Geiß und Schleiche

Christian Morgenstern · 18711914

8 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1981

Die Schleiche singt ihr Nachtgebet,die Waldgeiß staunend vor ihr steht.

Die Waldgeiß schüttelt ihren Bartwie ein Magister hochgelahrt.

Sie weiß nicht, was die Schleiche singt,sie hört nur, dass es lieblich klingt.

Die Schleiche fällt in Schlaf alsbald.Die Geiß geht sinnend durch den Wald.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Alle Galgenlieder. S. 91, Diogenes, Zürich, 1981
Digitalisat
de.wikisource.org — „Geiß und Schleiche“, Fassung 3.779.873 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Christian Morgenstern starb 1914; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1984 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 11881169X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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