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Versbuch

Der Morgen

Christian Felix Weiße · 17261804

18 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1758

Damon.So glänzt die Zier der jungen Flore,Die Rose, die sich erst entschließt,Wenn sie die lächelnde Aurore,Begleitet von dem Zephyr küßt:Wie du, wenn du voll Reitz und LebenGegrüßt von Lerchen früh erwachst,Und mir, von Grazien umgeben,Mit sanftem Aug entgegen lachst.

Sylvie.Vergebens fliehen vor AurorenDie Schatten der bethauten Nacht,Der junge Tag bereits gebohren,Ist ohne dich mir finstre Nacht.Die Blumen, die ich für dich pflücke,Die schlummern noch: in süßem WahnBricht mit dem ersten deiner BlickeMir erst mein schöner Morgen an.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Scherzhafte Lieder. S. 101, 1. Auflage, Weidemann, Leipzig, 1758
Digitalisat
de.wikisource.org — „Der Morgen (Weiße)“, Fassung 3.436.781 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Christian Felix Weiße starb 1804; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1874 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118630563 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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