Zum Inhalt springen
Versbuch

Der Ruf

Christian Felix Weiße · 17261804

16 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1758

Ja, reizende Selinde,Von unsrer Zärtlichkeit,So unwahr ich es finde,Spricht man seit langer Zeit:Man saget, deine BlickeVerriethen dich zu sehr;Zu meinem ganzen GlückeAch! fehlte wenig mehr.

Ich weiß, dein Auge schmählet,So oft man davon spricht:Du weist, wie viel noch fehlet,Ich wünscht, es fehlte nicht!Doch um nicht mehr zu klagen,Selinde, weiß ich Rath:Erfülle, was sie sagen!So schweigt die ganze Stadt.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Scherzhafte Lieder. S. 109, 1. Auflage, Weidemann, Leipzig, 1758
Digitalisat
de.wikisource.org — „Der Ruf (Weiße)“, Fassung 3.441.193 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Christian Felix Weiße starb 1804; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1874 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118630563 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Christian Felix Weiße

Alle Gedichte von Christian Felix Weiße ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Aufklärung

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.