Zum Inhalt springen
Versbuch

Die Hölle

Andreas Gryphius · 16161664

14 Zeilen · zuerst gedruckt 1658

Ach! vnd Weh!Mord! Zetter! Jammer / Angst / Creutz! Marter! Würme! Plagen.Pech / Folter! Hencker! Flamm! Stanck! Geister! Kälte! Zagen!Ach vergeh!Tieff’ vnd Höh’!Meer! Hügel! Berge! Felß! wer kan die Pein ertragen?Schluck Abgrund! ach schluck' eyn! die nichts denn ewig klagen.Je vnd Eh!Schreckliche Geister der tunckelen Hölen / ihr die ihr martret vnd Marter erduldetKan denn der ewigen Ewigkeit Feuer / nimmermehr büssen diß was ihr verschuldet?O grausamm’ Angst / stets sterben sonder sterben!Diß ist die Flamme der grimmigen Rache / die der erhitzete Zorn angeblasen:Hir ist der Fluch der vnendlichen Straffe; hier ist das immerdar wachsende Rasen:O Mensch! Verdirb / vmb hier nicht zu verderben.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Freuden vnd Trauer-Spiele auch Oden vnd Sonnette sampt Herr Peter Squentz Schimpff-Spiel. Sonnette. Das Ander Buch. S. 54f., Johann Lischke, Breßlau, 1658
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Hölle“, Fassung 3.513.121 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Andreas Gryphius starb 1664; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1734 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118543032 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Andreas Gryphius

Alle Gedichte von Andreas Gryphius ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Barock

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.