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Versbuch

Ulanen

Alfred Henschke · 18901928

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1916

Die Kanone schießt von weiten,Wenn sie die Ulanen ficht.Es ist des Ulanen Pflicht,Daß er muß Attacke reiten.

Fest die Lanze eingelegt!Die Kanone blitzt.Mancher rutscht vom SattelsitzWie ein Baum, der abgesägt.

Aber wenn die Schlacht geschlagen,Die Kanon in unsrer Hand,Wird sie nach Berlin gesandtAuf bekränztem Wagen.

Steht vorm Schloß als wie im Traum,Und sie schießt nicht mehr.Nur die Kinder um sie herSchießen Purzelbaum.

Eines Tages in der FrühWird der Kaiser kommen:Habt’s ihr die Kanon genommen?Hoch die Kavallerie!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Dragoner und Husaren. Die Soldatenlieder von Klabund. S. 32, 5. Tausend, Georg Müller, München, 1916
Digitalisat
de.wikisource.org — „Ulanen“, Fassung 644.483 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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