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Versbuch

Wenn man sich noch als Jungfer ziert

Alfred Henschke · 18901928

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1916

Es ist so wenig lustig,Wenn man sich noch als Jungfer ziert –Ach lieber Gott, ach wüßt ich,Wie man die Jungfernschaft verliert ...

Du brauchst nicht lange warten,Nimm dir nur einen Infantrist,Geh mit ihm in den Garten,Dort wo es dunkel ist.

Du tust mich ja so pressen,Du tust mich ja so weh,Tritt nicht in den Salat und Kressen,Daß es meine Mutter seh.

Deine Mutter mag’s nur wissen,Daß du ein Soldaten liebst!Wenn wir heiraten müssen,Daß sie uns tausend Taler gibt!

Sie hat nicht tausend Taler,Sie hat nur dreißig Pfennig ...Leb wohl, mein liebes Mädchen,Das ist mir viel zu wenig!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Dragoner und Husaren. Die Soldatenlieder von Klabund. S. 38, 5. Tausend, Georg Müller, München, 1916
Digitalisat
de.wikisource.org — „Wenn man sich noch als Jungfer ziert“, Fassung 644.488 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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