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Versbuch

Sonette des Spielers: Skat

Alfred Henschke · 18901928

15 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1927

Skat.

Sie hocken, ihre Socken schweißgetränkt,Den Leib bedeckt mit braven Jägerhemden.Sie dulden keinen zugereisten Fremden,Und jeder Groschen wird verschämt gesenkt.

Der Blick am Blatt steil wie am Galgen hängt.Man teilt. Ein scheuer Jude flüstert: „Wemm denn?“Ein Turnvereinler preist den Kreuzer Emden,Indem er feurig seine Röllchen schwenkt.

Zwei Herrn erbleichen, weil sie stark verlieren(So zwei Mark achtzig, wenn ich richtig sah.Mir geht das Spiel beträchtlich an die Nieren,Beziehungsweise die es spielen …) „Tja“,Strahlt der Herr Apotheker „Grand mit Vieren“Und fühlt als Sohn sich der Germania.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die Harfenjule S. 41, 1. Auflage, Die Schmiede, Berlin, 1927
Digitalisat
de.wikisource.org — „Skat (Klabund)“, Fassung 2.920.951 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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