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Versbuch

Sonette des Spielers: Das erste Spiel

Alfred Henschke · 18901928

15 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1927

Das erste Spiel.

Wir liegen in der Welt. Das erste Spieltreibt wohl die Mutter mit den Brüsten leis.Dann tritt die Amme in den krausen Kreis,sie weiß sehr wenig und sie lehrt uns viel.

Der Bleisoldat schießt nun nach seinem Ziel.Beim Murmelschieben winkt manch schöner Preis.Mit Reifen rennen freut den Buben.Sei’s für sich, sei’s mit dem zärtlichem Gespiel,

Dem Mädchen, dem die erste Andacht gilt.Bald spielt sie mit dem Knaben ganz allein.Sie streichelt ihn. Sie schmollt. Sie lacht. Sie schilt.

Er flieht zu Würfel, Dirnenscherz und Wein.Sie wendet schaudernd sich von seinem Bildund stößt unwissend ihn in Nacht hinein.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die Harfenjule S. 39, 1. Auflage, Die Schmiede, Berlin, 1927
Digitalisat
de.wikisource.org — „Das erste Spiel“, Fassung 2.229.802 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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