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Versbuch

Schwindsüchtige

Alfred Henschke · 18901928

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1927

Sie müssen ruh’n und ruh’n und wieder ruh’n,teils auf den patentierten Liegestühlensieht man in Wolle sie und Wut sich wühlen,teils haben sie im Bette Kur zu tun.

Nur mittags hocken krötig sie bei Tischund schlingen Speisen: fett und süß und zahlreich.Auf einmal klingt ein Frauenlachen, qualreich,wie eine Aeolsharfe zauberisch.

Vielleicht, daß einer dann zum Gehn sich wendet,– er ist am nächsten Tage nicht mehr da –und seine Stumpfheit mit dem Browning endet...

Ein andrer macht sich dick und rund und rot.Die Aerzte wiehern stolz: Halleluja!Er ward gesund! (und ward ein Halbidiot...)

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die Harfenjule S. 16–17, 1. Auflage, Die Schmiede, Berlin, 1927
Digitalisat
de.wikisource.org — „Schwindsüchtige“, Fassung 3.779.934 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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