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Versbuch

Man soll in keiner Stadt

Alfred Henschke · 18901928

12 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1913

Man soll in keiner Stadt länger bleiben als ein halbes Jahr.Wenn man weiß, wie sie wurde und war,Wenn man die Männer hat weinen sehenUnd die Frauen lachen,Soll man von dannen gehen,Neue Städte zu bewachen.

Läßt man Freunde und Geliebte zurück,Wandert die Stadt mit einem als ein ewiges Glück.Meine Lippen singen zuweilenLieder, die ich in ihr gelernt,Meine Sohlen eilenUnter einem Himmel, der auch sie besternt.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Morgenrot! Klabund! Die Tage dämmern!, S. 25, Erich Reiß Verlag, Berlin, 1913
Digitalisat
de.wikisource.org — „Man soll in keiner Stadt“, Fassung 1.103.798 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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