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Versbuch

Gewitternahen

Ada Christen · 18441901

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1870

Bleischwer drückt die Nacht auf mich,Wolken jagen rasch vorüber,Trübe schon und immer trüberHüllt der Mond in Nebel sich.

In den Zweigen ächzt der WindUnd es rauschen scheu die Blätter,Bald vom dumpfen nahen WetterAusgelöscht die Sterne sind.

Unkenruf im nahen SeeUnd im Gras ein leis’ Geflüster;Öde starrt der Himmel, düster –Weint er stumm – ob unserm Weh?

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Aus der Asche. Neue Gedichte. Seite 46, Hoffmann & Campe, Hamburg, 1870
Digitalisat
de.wikisource.org — „Gewitternahen“, Fassung 4.427.739 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Ada Christen starb 1901; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1971 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 119549263 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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