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Versbuch

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Otfried Krzyzanowski · 18861918

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1919

Durch Hoffen und durch Warten wirdDer Sinn gemein.Du Holde! Frag nicht lang!Will dich befrein.

Auf junge Blüten fälltNacht: nicht so wunderbar,Wie gegen deinen HalsDämmert dein Haar.

Dein Auge fragt: Mein WortKlang fremd: es klang doch rein.Oh, ich will ewig fremdDeinem Bangen sein.

Das Müssen und das Leiden schenktKein Abend so klar.Demütig reicht die FreudeDen Becher dar.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Unser täglich Gift S. 9, 1. Auflage, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1919
Digitalisat
de.wikisource.org — „Werbung (Krzyzanowski)“, Fassung 584.264 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Otfried Krzyzanowski starb 1918; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1988 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 128523778 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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