Zum Inhalt springen
Versbuch

Morgen

Otfried Krzyzanowski · 18861918

14 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1919

Es hebt sich, senkt sich des Windes Flüstern.In des Morgens ragende RäumeStechen die goldenen Zweige der BäumeUnbewegt: so leicht sind die Blätter.Trinke! Die Kühle des Morgens in durstigen Zügen,Süß: wie den Vertrauenden betrügen.

Tausend LockungenTanzendes, springendesLichtes, strahlendes Gold!Traue dem Freund nicht!Alles sind Lügen.Einsam ist der Genuß,Ist die Lust am GoldAllen gemeinsam die Gier, ich bin nach Einsamkeit lüstern.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Unser täglich Gift S. 14, 1. Auflage, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1919
Digitalisat
de.wikisource.org — „Morgen (Krzyzanowski)“, Fassung 1.631.811 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Otfried Krzyzanowski starb 1918; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1988 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 128523778 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Otfried Krzyzanowski

Alle Gedichte von Otfried Krzyzanowski ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Moderne und Expressionismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.