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Versbuch

Sag mir’s besser!

Joachim Ringelnatz · 18831934

14 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1934

Es stirbt ein Papier im Schnee,Zertreten und zerknetet.Ein Fisch in einem See,Vor einem Netz, betet.Eine Torte schämt sich.Ein Schlachtvieh vergrämt sichUnd schmeckt darum schaler als Fleisch aus Amerika.Zwischen Schlaflidern und PupillenDreht sich Rhythmus bekannter Bazillen.Aus einem Kästchen lächelt dein toter Papa.

Eine Briefmarke, ein Schmerz und ein MesserBestimmen, wie du einschläfst und erwachst.

Wenn du mich jetzt auslachst,Zürne ich nicht. Aber sag mir’s, sag mir’s besser!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute S. 28–29, Ernst Rowohlt, Berlin, 1934
Digitalisat
de.wikisource.org — „Sag mir’s besser!“, Fassung 3.779.611 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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