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Versbuch

Das Grab des Hunds

Christian Morgenstern · 18711914

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1932

Gestern war ich in dem Talwo der Hund begraben liegt.Trat erst durch ein Felsportalund dann wo nach links es biegt.

Vorwärts drang ich ungestörtnoch um ein Erkleckliches –ist auch niemand da, der hört?Denn nun tat ich Schreckliches:

Hob den Stein, auf welchem steht,welchem steht: Hier liegt der Hund –hob den Stein auf, hob ihn – und –sah – oh, die ihr da seid, geht!

Sah – sah die Idee des Hunds,sah den Hund, den Hund an sich.Reichen wir die Hände uns;dies ist wirklich fürchterlich.

Wie sie aussah, die Idee?Bitte, bändigt euren Mund.Denn ich kann nicht sagen mehals daß sie aussah wie ein – Hund.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Palma Kunkel, 1932
Digitalisat
de.wikisource.org — „Das Grab des Hunds“, Fassung 2.572.649 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Christian Morgenstern starb 1914; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1984 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 11881169X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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