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Versbuch

Wie schad, daß ich kein Pfaffe bin

Wilhelm Busch · 18321908

19 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt [1960]

Das wäre so mein Fach.Ich bummelte durchs Leben hinUnd dächt’ nicht weiter nach.

Mich plagte nicht des Grübelns Qual,Der dumme Seelenzwist,Ich wüßte ein für allemal,Was an der Sache ist.

Und weil mich denn kein Teufel stört,So schlief ich recht gesund,Wär wohlgenährt und hochverehrtUnd würde kugelrund.

Käm dann die böse Fastenzeit,So wär ich fest dabei,Bis ich mich elend abkasteitMit Lachs und Hühnerei.

Und dich, du süßes Mägdelein,Das gern zur Beichte geht,Dich nähm ich dann so ganz alleinGehörig ins Gebet.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Kritik des Herzens. In: Historisch-kritische Gesamtausgabe in vier Bänden. Band 2, S. 521, Vollmer, Wiesbaden u. Berlin, [1960]
Digitalisat
de.wikisource.org — „Wie schad, daß ich kein Pfaffe bin“, Fassung 3.779.864 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Wilhelm Busch starb 1908; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1978 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118517880 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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